Die Stadthalle gehört in städtische Hand!

DIE LINKE.LISTE zeigt sich erleichtert über das Aus der Privatisierung des Betriebs der Luise-Albertz-Halle. Am gestrigen Mittwoch hatte der Rat auch den neuverhandelten Pachtvertrag mit dem Unternehmen SMG abgelehnt. Hierzu erklärt Ratsmitglied Martin Goeke: „Auch wenn der neue Vertrag für die Stadt einige marginale Verbesserungen mit sich gebracht hätte, das bereits im Juli bemängelte Ungleichgewicht zwischen den Vertragspartnern zu Lasten der Stadt Oberhausen blieb unberührt. Dem privaten Betreiber wäre durch einen städtischen Zuschuss ein hoher Gewinn zugesichert worden, während die Stadt die Preis- und Programmgestaltung der Halle komplett hätte aufgeben müssen, was von vielen Seiten im Vorfeld für viel Kritik gesorgt hatte.“

DIE LINKE.LISTE sprach sich stets für eine städtische Lösung aus. „Die Stadthalle ist Bestandteil kommunaler Infrastruktur und gehört somit in städtische Hände. Der kommunale Zuschuss zum Betrieb der Halle darf nicht zur Gewinnerwirtschaftung eines privaten Unternehmens fließen! Leider konzentrierte sich die Verwaltung in den letzten Monaten einzig auf eine Vergabe an die SMG und hat dabei die positive wirtschaftliche Entwicklung der Stadthalle seit 2012 kleingeredet, die alleine durch einen ehrenamtlichen Geschäftsführers (!) erzielt werden konnte. Wir sind davon überzeugt, dass nun ein erfahrener hauptamtlicher Geschäftsführer mit einem engagierten Team diese Entwicklung im Interesse der Stadtgesellschaft verstetigen kann“, so Goeke weiter.

DIE LINKE.LISTE fordert die Stadtspitze auf, schnellstmöglich die Bedingungen für einen hauptamtlichen Geschäftsführer zu schaffen, um dann gemeinsame ein inhaltliches Konzept für eine Neuausrichtung des Veranstaltungsbetriebs zu erarbeiten. Auch über eine Modernisierung müsse nachgedacht werden. „Wir wünschen uns eine moderne Stadthalle mit einem interessanten Veranstaltungsmix und attraktiver Preisstruktur, damit die LAH wieder zur ‚Guten Stube‘ Oberhausens wird, die sie einmal war“, so Goeke abschließend.