Teutoburger Straße: Vorzeigeprojekt zur Neugestaltung der Radwege

Auf der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Osterfeld wurde die Umsetzung der neuen Radwege an der Teutoburger Straße heftig attackiert. CDU und BOB stören sich offiziell daran, dass die Begrenzungsstreifen 25 cm schmaler als geplant ausgefallen sind.

Auf der gestrigen Sitzung konnte weder der BOB-Antrag durchsetzen, die weiteren Markierungen zu unterlassen, noch jener von SPD und Grünen, das Parken nach dem alten Stand wieder zuzulassen und Markeirungen wieder zu entfernen.

„Was soll die Aufregung? Beim Fußball gehört die Linie auch zum Spielfeld.“, scherzt Michael Hake, Mitglied im Planungsausschuss für DIE LINKE.LISTE: „Wir halten die Debatte für vorgeschoben. BOB will sich auf Teufel-komm-raus profilieren und fabuliert Lebensgefahr für Radfahrer*innen herbei, die CDU jammert um 19 von 800 Parkplätzen. Es scheint darum zu gehen, den Fehler beim Anbringen der Fahrbahnmarkierung zu nutzen, um die neuen Radwegemarkierungen gänzlich zu verhindern.

Grundsätzlich finden wir es vorbildlich, dass Radwege in der Weise markiert werden und es einen zusätzlichen Schutzstreifen zwischen Radweg und Parkstreifen gibt. Oftmals fehlt der Platz für diesen zusätzlichen Schutz. Doch entgegen der vorherigen Regelung – Radfahren auf Bürgersteig – ist die neue Lösung inclusive aller Fehler eine wesentliche Verbesserung für die Radfahrer.

Platz im Verkehr wie im öffentlichen Raum ist nicht unendlich vorhanden. Nach unserer Auffassung müssen Radwege mehr Platz erhalten und entsprechend markiert werden. Statt sich künstlich aufzuregen, sollte der Vorschlag umgesetzt werden, der bereits mit dem ADFC abgestimmt ist. Die bisherige Fahrbahnmarkierung kann erhalten bleiben, dafür können Autos auf beiden Straßenseiten jeweils halbseitig auf den alten Hochbord-Radwegen parken.“, so Hake abschließend.